# Ratgeber/Blog

Bauteile der Gitarre

Inhalt: 1 Video zum Aufbau der Gitarre und weitere Ausführungen zum Korpus, Hals und Gitarrenkopf

FRÜHJAHRSANKTION IM APRIL:
Komplettkurs – Akustikgitarre – Liedbegleitung lernen für 27 € statt 147 €.

Akustikgitarre – Der Aufbau


Der Aufbau der Gitarre ist abhängig davon, wie diese konstruiert ist. Zunächst unterscheidet man diese in zwei Baugruppen.

Es gibt: 

  • auf der einen Seite die akustischen Gitarren 
  • auf der anderen Seite die elektrischen Gitarren

Beide Konstruktionen gibt es natürlich in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Gitarrenbauer lassen sich immer wieder neue technische, sowie optische Finessen einfallen, um jeden Gitarristen glücklich zu machen.

In diesem Beitrag geht es aber zunächst einmal um den Aufbau der akustischen Gitarren – also der Western- & der klassischen Gitarre.

Grundsätzlich wird die Akustische Gitarre in drei Baugruppen eingeteilt.

  1. Gitarrenkorpus (Körper)
  2. Gitarrenhals
  3. Gitarrenkopf 

Diese Baugruppen lassen sich aber noch weiter unterteilen:

Der Gitarrenkorpus


Dieser wird beispielsweise auch als Gitarrenkörper bezeichnet. Er ist gleichzeitig Klangkörper und somit auch das Herzstück der Gitarre.

Der Gitarrenkorpus lässt sich noch weiter in folgende Elemente unterteilen:

  • Die Gitarrendecke

Die Vorderseite des Gitarrenkorpus bildet die Decke. Diese ist maßgeblich für die klanglichen Eigenschaften der Gitarre verantwortlich, weil die Verarbeitung und das Holz entscheidend für diese (Klang-) Eigenschaften sind, da sie die Schwingung der Saiten über den Steg aufnehmen muss.

Des Weiteren reflektieren der Gitarrenrücken (Boden) und die Seitenteile (Zarge) den Klang durch die Decke.
Bei Akustikgitarren wird eine flache Decke verwendet, die entweder aus Sperrholz (billige Variante) oder aus einem oder zwei massiven Holzstücken (hochwertige Gitarrenbauweise) besteht, wie z.B. Fichten- oder Zedernholz.

  • Der Gitarrenboden und die Gitarrenzarge

Die Rückseite wird als Boden bezeichnet – die Seitenteile als Zarge. Die Zarge ist nichts anderes als eine gebogene Holzplatte(n), die eben die Decke mit dem Boden verbindet und somit den Klangkörper vollendet. Damit auch später die Gitarrensaiten gespannt bzw. befestigt werden können, kommt der Steg als weiteres Bauteil hinzu.

Der Gitarrenhals


Dieser verbindet den Kopf mit dem Korpus.

Der Gitarrenhals lässt sich noch weiter in folgende Elemente unterteilen:

  • Gitarrengriffbrett

Das Griffbrett ist die vordere Saite des Halses und bildet mit den Bundstäbchen bzw. den Bünden den Teil der Gitarre, wo mit der linken Hand die Töne und Akkorde gegriffen werden. Die Saiten werden durch das Niederdrücken verkürzt und es entstehen verschiedene Klänge.

Die reinen physikalischen Prinzipien finden hier Anwendung:
eine verkürzte Saite (also näher zum Gitarrenkorpus) bedeutet, dass ein höherer Ton erklingt. Überwiegend wird das Gitarrengriffbrett aus härterem Holz, wie Ahorn, Palisander oder Eben gefertigt.

  • Gitarrenbünde (Bundstäbchen)

Die Bundstäbchen, die meistens aus Metall gefertigt werden, teilen das Griffbrett in sogenannte Bünde (die werden mit Römischen Ziffern angegeben) ein, die wiederum die Orientierung auf dem Gitarrengriffbrett erleichtern soll. Jeder Bund markiert einen Halbton auf der Gitarre, sodass ein Spielen in allen erdenklichen Tonarten möglich ist.

  • Gitarrensattel

Das Gegenstück zum Steg ist der Sattel, der meistens aus Kunststoff besteht, der die Aufgabe hat, die Saiten (Vibration) nur über dem Griffbrett schwingen zu lassen und nicht am Kopf. Die Einkerbungen auf dem Sattel führen die Saiten direkt in die Wirbel.

  • Gitarrensaiten

In der Regel sind es immer sechs Saiten (Six String Guitar), die auf einer Gitarre zu finden sind.

Manche Gitarren haben auch 12 Saiten um das Klangvolumen noch weiter aufzufüllen.

Diese können je nach Bautyp aus Nylon (bei der klassischen Gitarre) oder aus Stahl (bei Westerngitarre) sein.

  • Gitarrensaiten

Die Gitarrensaiten werden zunächst in Bass- & Diskantsaiten unterteilt.

  1. Basssaiten sind die drei etwas dickeren Saiten (E,A,d)
  2. Diskantsaiten bilden die g,h,e Saiten.

Die Basssaiten haben einen Kern, die mit veredelten Drähten nochmals ummantelt oder umwickelt werden, um die gewünschte Masse und somit auch die gewünschte Spannung erzeugen zu können.

Hier einmal die Nummerierung der Saiten:

  1. E-Saite (Basssaite) = sechste Saite
  2. A-Saite (Basssaite) = fünfte Saite
  3. d- Saite (Basssaite) = vierte Saite
  4. g-Saite (Diskantsaite) = dritte Saite
  5. h-Saite (Diskantsaite) = zweite Saite
  6. e-Saite (Diskantsaite) = erste Saite

Reinigung & Wechsel der Gitarrensaiten


Manche Schüler fragen mich, wann die Saiten gewechselt werden sollten. Das hängt immer davon ab, wie oft die Gitarre bespielt wird, wie ausgeprägt die Feuchtigkeit, Schweiß und der Fettanteil auf der Haut (Fingern) ist.

Diese drei Ursachen, in Verbindung mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft, lassen die Saiten oxidieren oder rosten.
Will man dieses vermeiden, ist es notwendig die Gitarrensaiten nach jedem Gebrauch, beispielsweise mit einem Mikrofasertuch, zu reinigen.

Gitarrenkopf


Dort befinden sich die Mechaniken, die sogenannten Stimmwirbel oder Wirbel. Diese sind dafür da, um die Saiten die richtige Spannung (Tonhöhe) zu verpassen.

Mit ihnen lassen sich also die Saiten bzw. die Gitarre „stimmen“. Der Vorderteil der Wirbel ragt aus dem Gitarrenkopf hinaus, der hintere Teil ist an der Rückseite des Kopfes befestigt und ist mit einem Zahnradmechanismus verbunden.

Mehr Videos

Auf meinem Youtube Kanal für Akustikgitarre & E-Gitarre

Gratis
Probestunde

0 €

VIDEOUNTERRICHT

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert